
Ich widme mich wieder einmal eines meiner Lieblingsthemen:
Die Effizienz von Hilfsorganisationen und deren Selbsterhaltungskosten.
Auf der Tabelle oben habe ich eine Zusammenfassung der bisherigen Hilfen für Timor-Leste in den letzten 10 Jahren, ab dem Referendum 1999 bis zum 31.12.2009, erstellt.
Wie schon in einigen Zeitungsartikeln von mir veröffentlicht ("Timor, where freedom comes at a cost", "The First Post"), sieht man wie teuer eigentlich die Präsenz von Hilfsorganisationen ist. Bei den UN-Missionen kamen von den 2,3 Milliarden US-Dollar nur 150 Millionen US-Dollar auch in den Wirtschaftskreislauf. Der Rest war für den Selbstzweck. Wer einmal vor Ort war, den wird diese Zahl nicht sehr wundern. Verwunderlich auch, dass nur 20% von den Weltbank bzw. ADB (Asian Development Bank)-Geldern den Weg in die Wirtschaft gefunden haben. Im Allgemeinen ist die Zahl von 10,6% erschreckend. Sprich, nur knapp 550 Millionen von 5,2 Milliarden US-Dollar sind entschieden zu wenig. Natürlich ist die timoresische Ineffizienz und Korruption kein unwesentlicher Faktor, aber dem Weltverbesserer und Spendenromantiker ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht.


